Internet-Geo-Dienste
Nun muss ich zum Thema Google Street View und Internet-Geo-Dienste auch mal das Wort ergreifen. Die Diskussion darüber ist doch einfach nur lachhaft. Überall wird Panikmache betrieben und total übertrieben. Die Medien leisten da natürlich auch ihren Beitrag.
Es interessiert mich auf gut Deutsch gesagt einen Scheiß, ob ein Außenminister Westerwelle, der in letzter Zeit eh nicht positiv aufgefallen ist, sein Haus pixeln lassen will. Die Bundeskanzlerin hingegen hat das übrigens nicht vor.
Interessanter ist hingegen schon, dass Verbraucherschutzministerin Aigner die Fristen für einen Widerspruch ausweiten will. Das sollte meiner Meinung nach immer möglich sein. Allerdings hat auch Aigner Vorsichtsmaßnahmen ergriffen.
Natürlich gibt es auch andere Stimmen in den Medien, so z.B. “Die lächerliche Angst vorm bösen Blick” bei SPON und “Wie ich lernte, Street View zu lieben” bei ZEIT ONLINE, die meine Meinung dazu widerspiegeln. Auf Twitter sind entsprechende Kommentare auch zu finden:
@butterplanet
Irre, dieses Street View und was es mit der Privatsphäre macht! Und als Nächstes? Bücher, in denen alle Telefonummern und Adressen stehen?
“Was wir jetzt nicht brauchen, ist gesetzlicher Aktionismus”, schreibt SPON noch in diesem Artikel über Regelungen und Gesetze. Aber wie wir sicherlich alle wissen, wird es mal wieder genau so kommen. Hastig wird wieder irgendwas zusammengeschustert, dass hinten und vorne wieder ordenltich Schlupflöcher bieten wird. Aber wenn man die Entwicklung mal wieder total verpennt, ist man das selbst Schuld:
Fakt ist: Googles Kamerafahrzeuge kurven schon seit zwei Jahren durch die Republik. Die Bundesregierung hätte also genug Zeit gehabt, sich in aller Ruhe mit dem Thema zu beschäftigen. (Quelle: SPON)
Die Leidtrangenden sind dann wieder die Bürger. Vor allem, weil sie lang und breit darüber in den Medien lesen müssen.
Nachtrag, 19.08.2010
Ohne Worte: Verbrecherjagd mit Street View
